Die Todesstrafen

Die nächst höhere Stufe war die Todesstrafen, wobei auch hier mildere und stärkere Methoden zur Anwendung kamen. Als eine der schändlichsten wird das Hängen beschrieben. Gehängt wurde am Galgen, dem Verurteilten wurde die Schlinge um den Hals gelegt und der Henker stieg, den Delinquenten hinter sich her ziehend, eine Leiter hoch. Dort befestigte er den Strick am Querbalken, stieg herunter und entfernte die Leiter. Diese Methode hatte natürlich einen Qualvollen Erstickungstod mit minutenlangem Gezappel zur Folge.
Es wurde auch nicht nur am Hals gehängt, zuweilen wurde der Strick unter den Armen um die Brust gelegt wobei in hängender Position der Brustkorb bei jedem Ausatmen mehr und mehr zusammengedrückt wird und ein erneutes Einatmen nur noch bis zu diesem Volumen möglich ist und die Luftzufuhr bei jeder Lungenbewegung reduziert, was ein noch qualvolleres Sterben zur Folge hatte.

Juden wurden an den Füssen aufgehängt, links und rechts wurden bissige Hunde ebenfalls an den Hinterläufen hochgezogen die den Verurteilten zerfleischten. Auch verwendete man eiserne Käfige mit oder ohne Innenstacheln in dem die Verurteilte Person langsam vor sich hin verweste. Erhängte wurden nur vom Galgen losgeschnitten, wenn Platz für eine weitere Erhängung gebraucht wurde und man verscharrte oder verlochte sie, wie man auch sagte, meistens zwischen den Galgensäulen. Das Hängen wurde als am schlimmsten erachtet, weil der Galgenstrick, bestehend aus fünf Faden italienischem Hanf, dem Opfer den Hals zuschnürt und nach Eintritt des Todes die Seele dadurch keinen Ausgang findet und desshalb leicht vom Teufel eingesammelt werden konnte, der angeblich des öfteren am Richtplatz anzutreffen gewesen sei.

Auch verwendete man eiserne Käfige mit oder ohne Innenstacheln in dem die Verurteilte Person langsam vor sich hin verweste. Erhängte wurden nur vom Galgen losgeschnitten, wenn Platz für eine weitere Erhängung gebraucht wurde und man verscharrte oder verlochte sie, wie man auch sagte, meistens zwischen den Galgensäulen. Das Hängen wurde als am schlimmsten erachtet, weil der Galgenstrick, bestehend aus fünf Faden italienischem Hanf, dem Opfer den Hals zuschnürt und nach Eintritt des Todes die Seele dadurch keinen Ausgang findet und desshalb leicht vom Teufel eingesammelt werden konnte, der angeblich des öfteren am Richtplatz anzutreffen gewesen sei. Die nächste Instanz nach dem Galgen war also die Hölle, etwas vom schlimmsten dass man zu fürchten hatte. Es kam vor, dass die Richter Erbarmen zeigten, den Verurteilten vom Strick begnadigten, jedoch mit dem Schwert enthaupten liessen, was als grosse Gnade angesehen wurde. Galgenplätze findet man an alten Hauptverkehrsstrassen vor grösseren Siedlungen.
Nicht weniger schändlich war das Rädern. Hierbei wurden dem Bedauernswerten Arme und Beine gebrochen, auf ein grosses Wagenrad gelegt, Arme und Beine durch die Speichen geflochten und das Rad auf einem Pfosten aufgespiesst. Das Wetter und die Raben haben dann den Rest erledigt, ein Todeskampf am Rad konnte mehrere Tage dauern. Auch bei dieser Methode wurde unter verschiedenen Härtegraden unterschieden. Von unten nach oben, von oben nach unten, mit acht oder zehn Schlägen. Bei der schärfsten Variante wurden zuerst Unterschenkel dann Oberschenkel, Unter- dann Oberarme mit dem Stossrad gebrochen.

Bei der milderen Variante wurden die ersten beiden Schläge auf den Hals und die Körpermitte gesetzt, was einen augenblicklichen Tod zur Folge hatte und der Rest der Gräueltat nur noch zur Unterhaltung der Zuschauer diente. Als Werkzeug zum Knochenbrechen wurde eine Eisenstange oder ein Richt- oder Stossrad verwendet. Dieses Rad hatte für gewöhnlich kein Axenloch und an einer Stelle eine Klinge, ähnlich einem Schareisen neben Hauseingängen. Diese Klinge fand bei kombinierten Strafen, wie Rädern und Enthaupten oder Vierteilung Verwendung. Zur Unterstützung wurden Holzscheite oder extra hergstellte Dreikanthölzer (Marderklötze) unter die Extremitäten geschoben. Diese äusserst brutale Art der Bestrafung war bei uns bis zur Mitte des 18.Jhd. gebräuchlich.

Die Enthauptung war die Königsdisziplin unter den Hinrichtungen und wurde, anders als bei der Erhängung die auch von einem Abdecker übernommen werden konnte, ausschliesslich vom Scharfrichter vollstreckt. In noch früheren Zeiten wo der Beruf des Scharfrichters noch nicht existierte und die Bestrafung vom Ankläger Vollstreckt werden musste, kamen Vorrichtungen wie die Diele, ein primitiver Vorläufer der Guillotine, zur Anwendung.

Das Richtschwert und das Richtbeil waren aber die klassischen Werkzeuge zum Enthaupten. In den meisten europäischen Ländern wurde das Beil bei unbedeutenden armen Deliquenten benutzt und die Bessergestellten erfuhren das Privileg der Enthauptung durch das Schwert. Dies kann aber nicht verallgemeinert werden, denn in Ländern wie Dänemark oder England sauste das Beil auch auf so manchen adeligen Hals nieder.

Richtstätte Basel